Regenspitz – Bischling – Labenberg

12. Februar 2017

Die letzten Wochenenden war wettertechnisch sooo schön, daß wir nicht umhin kamen, dies auszunützen und die eine oder andere Skitour in unserer Nähe zu testen, die wir schon immer mal machen wollten, aber bisher – aus welchen Gründen auch immer – noch nie schafften.

Gleich als erstes suchten wir uns dabei die Tour auf den Regenspitz aus, einen 1675m hohen Berg in der Osterhorngruppe, der von Hintersee aus bestiegen wird und mit ca. 900 Höhenmetern aufwartet. Wir parkten also beim Parkplatz Satzstein und stiegen direkt von dort in Richtung Bergalm bzw. Feichtensteinalm auf. Der Weg war einfach zu gehen, meist einem Forstweg folgend, bis wir die wunderschön auf einem breiten Rücken gelegene Feichtensteinalm erreichten. Der Blick und das Panorama waren atemberaubend, obwohl uns bei herrlich blauem Himmel ein eisiger Wind um die Ohren blies. Je näher wir dem markanten Gipfelgrat kamen, umso heftiger wurde der Wind und umso eisiger die abgeblasene Aufstiegspur. Da ich keine Harscheisen dabei hatte und immer wieder abrutschte, kam mir schon der ein oder andere Gedanke, vielleicht wieder zur Alm zurück zu kehren. Doch nach einigen, technisch nicht ganz so einfachen Spitzkehren, erreichten wir dann doch den Gipfel. Leider konnten wir ihn aufgrund des Sturmes nicht sehr lange genießen, zogen uns nur schnell um und machten uns dann gleich wieder an die Abfahrt. Wir wählten dabei nicht die eisige Aufstiegsseite im Norden, sondern entschieden uns für die südliche Abfahrt in Richtung Storchenalm. Die ersten Meter bis nach einem Waldstück waren aufgrund des Bruchharsches nicht sehr leicht zu fahren, dafür wurden wir aber danach noch mit 2 tollen, fast unverspurten Tiefschneehängen belohnt. Insgesamt war es eine tolle Tour bei perfektem Wetter, die ohne den starken Wind sicher noch leichter zu gehen gewesen wäre!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gleich am Wochenende darauf verbrachten wir ein paar Tage in Werfenweng und nutzten den freien Samstag Vormittag, um die Tour auf den dortigen Hausberg, den Bischling, kennenzulernen. Wir waren zu 5. unterwegs und starteten bei herrlichem Wetter vom Parkplatz der Ikarus-Bahn aus. Entlang der Piste des Schleppers „Barbaralift“ folgten wir einer Waldschneise hinauf, die immer steiler anstieg. Auch hier wären wahrscheinlich Harscheisen sinnvoll gewesen, denn wir machten bald die Erfahrung, daß der Aufstieg neben der eisigen Spur fast besser funktionierte. Nach dem ersten langen Hang folgten wir dann einem Forstweg, um dann nach einer lang gezogenen Linkskurve wieder nach rechts oben in einen freien Hang zu steigen. Dieser führte uns auf ein kleines Plateau und schlussendlich an den Rand der Ski-Piste, der wir nun bis zum Gipfel folgten. Nach vielen Fotopausen und etwas mehr als 2 Stunden hatten wir die knapp 900 Höhenmeter hinter uns gebracht und genossen noch ein alko-freies Weißbier an der Schirmbar, bevor wir uns wieder an die Abfahrt machten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere letzte Tour führte uns noch einmal in die Osterhorngruppe, genauer gesagt auf die Postalm, von wo wir zu viert den Labenberg in Angriff nahmen. Postkartenwetter und frühlingshafte Temperaturen empfingen uns schon im Tal, und auch in Richtung Berg sollte uns diesmal nicht mehr kalt werden. Wir starteten beim Parkplatz der Postalm-Skilifte und folgten dem Schlepper Nr. 1 in Richtung Innerlienbachalm. Kurz vorher bogen wir jedoch links weg und stiegen mit einigen Spitzkehren einen Waldrücken hinauf. Oben angelangt sahen wir schon den Labenberg mit seiner großen weißen Flanke vor uns, entschieden uns aber, vom Sattel aus noch eine schöne „Zwischenabfahrt“ mit zu nehmen, da ein unverspurter Firnhang links nach unten führte. Wir fellten also ab, genossen eine geniale Abfahrt von ca. 100 Höhenmetern, und stiegen dann wieder zum Sattel bzw. bis zum Gipfel auf. Auch die Abfahrt gestalteten wir wieder so: wir fuhren nicht nur bis zum Sattel ab, sondern verlängerten den Firngenuss wie schon im Aufstieg, obwohl wir dann noch einmal kurz auffellen mussten. Richtig warm wurde uns dann noch einmal, als wir von der Innerlienbachalm wieder zurück zum Schlepplift schieben mussten, denn der Trizeps wurde hier noch einmal kräftig beansprucht! Auch diese Tour war ein wahrer Genuss, vor allem, da wir so tolle Hänge vorfanden, die noch niemand vor uns abfahren wollte. (Überhaupt waren am Labenberg fast mehr Schneeschuhwanderer unterwegs als Tourenskifahrer, was den Abfahrtsspaß natürlich verdoppelte.) Die € 8,–, die pro Person für die Mautstraße verlangt werden, haben sich jedenfalls mehr als gelohnt!!!

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 

 

   

Kommentar hinterlassen